Sonntag, 31. Juli 2016

[Pen&Paper] "Vampire: Die Maskerade" ~ Interview mit meinem Charakter


Hallo ihr Lieben ♥

Es soll auf dem Blog auch ab und zu endlich wieder um Pen&Paper gehen. Wer mich schon länger verfolgt weiß vielleicht, dass ich seit 4 Jahren diesem Hobby verfallen bin und es immer mehr lieben lerne.

HIER habe ich bereits zusammengefasst, was Pen&Paper eigentlich genau ist. :-)

Heute soll es um eine Solorunde - also eine Runde, in der ich als einzige Spielerin mit dem Spielleiter (in diesem Fall ist das mein Freund) spiele - gehen, die ich vor wenigen Tagen ganz spontan mit meinem Freund begonnen habe.
Wir spielen in der Welt von "Vampire: Die Maskerade", in der World of Darkness [die ihrem Namen auch alle Ehre macht]. Angesiedelt ist unsere Runde in Dublin.

Für einen ersten Überblick möchte ich euch gern meinen Charakter über ein Interview vorstellen.
* * * * *
Rebecca Jones
Geburtstag: 18.Januar.1988 [28 Jahre alt]
Geburtsort: Ipswich in England
Wohnort: Dublin in Irland
Größe: 1,68 m
Gewicht: 62 kg
Augenfarbe: Grün
Haarfarbe: Schwarz
Familienstand: ledig
Beruf: Studentin der Ägyptologie, im letzten Master-Semester
Nebenjob: Aushilfe in der Uni-Bibliothek

Stil: sportlich, locker, bequem - meist schwarz und grau

Tag der Erschaffung: 05.August.2016
Vampirclan: Jünger des Set




Wie kamst du dazu nach Dublin zu ziehen?
Das Verhältnis zu meiner Familie ist nicht das Beste. Der Wunsch weit weg von ihnen zu leben, war in meiner Jugend sehr groß und ich bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Nun ja... gewissermaßen wurde ich zum Weggang auch gezwungen.
Mein Vater verbannte mich aus der Familie. Für ihn bin ich nicht länger seine Tochter.

Oh, das klingt tragisch. Was ist geschehen?
Nun ja, meine Familie ist erzkatholisch. Sie sind sehr christlich und leben ihr Leben nach den Worten der Bibel. Der Glaube an Gott ist bei meiner Familie stärker, als alles andere.
Meine Mutter, mein Vater und meine Schwester gehen in diesem Glauben völlig auf. Aber mit der Vorstellung von diesem Gott konnte ich nie viel anfangen.
Meine Familie hat viele Jahre versucht mich von ihrem Glauben zu überzeugen, doch ich war schon in frühen Jahren auf der Suche nach meinem eigenen Glauben und meiner Passion.
Gefunden habe ich sie dann irgendwann durch Zufall, als ich in der städtischen Bücherei einige Bücher über ägyptische Götter und Riten las. Mein Interesse war geweckt, ich verschlang alles was ich an Büchern finden konnte.
Doch als mein Vater mein zunehmendes Interesse bemerkte, wurde er wütend. Wir stritten uns und er machte deutlich, dass ich seinen Grund und Boden nie wieder betreten solle. Eine Ketzerin wollte er unter seinem Dach nicht haben.
Also ging ich und verließ meine Familie. Ich bereue es nicht, auch wenn ich meine kleine Schwester manchmal vermisse. Doch wir sind zu unterschiedlich und ihr Glaube ist zu stark. Das würde immer zwischen uns stehen. Nun liegt ein Meer zwischen uns und das ist für beide Seiten besser so.
Ich bin glücklich hier in Dublin und sie leben ihr bescheidenes und von Gott gesegnetes Leben in Ipswich.

Und das Interesse aus deiner Jugend hat dich dann dazu veranlasst Ägyptologie zu studieren?
Ja, genau.
Die Bücher, die ich in der kleinen Bücherei in Ipswich gelesen habe, waren eher zu meinem Vergnügen. Damals habe ich die Ägypten-Krimis von Paul C. Doherty für mich entdeckt. Doch ich konnte mich nie tiefer mit den einzelnen Aspekten der Kultur auseinandersetzen. Das Studium in Dublin gab mir die Möglichkeit in die vielen kleinen Nischen der Kultur und des Glaubens einzutauchen und darin nach dem zu suchen, mit dem ich mich identifizieren konnte. Vor allem die Götter des alten Ägyptens haben es mir angetan. Es gibt so viele interessante Fehden zwischen den Göttern und die zahlreichen Riten... es ist eine unglaublich faszinierende Kultur.
*strahlt über das ganze Gesicht*

Wie sieht dein Leben in Dublin nun aus?
Ich wohne in einer kleinen, ziemlich heruntergekommenen Wohnung über der Trinity Bar. Sie war das Günstigste was ich in der Nähe der Uni finden konnte und Edward - mein Vermieter und der Wirt der Bar - ist in Ordnung. Klar nachts kann es ganz schön laut werden, aber man gewöhnt sich an alles. Außerdem bin ich in die Nachtschicht des Bibliotheksdienstes versetzt worden. Also bin ich nun nachts eh kaum zu Hause.
Von 18 bis 2 Uhr arbeite ich in der Fachbibliothek der Uni. Hier haben nur Professoren und höhersemestrige Studenten mit Genehmigung Zutritt. Denn dort lagern Originale von alten Handschriften und sehr alte Bücher. Ich mag die Ruhe dort. Auch wenn mein Kollege Shaun manchmal ziemlich anstrengend sein kann... *lacht*
Nun ja und mit Ägyptologie als Hauptfach ist es nicht leicht Freunde oder Gleichgesinnte zu finden...

Aber du hast einen Gleichgesinnten gefunden, richtig? Ronan MacCarrick.
*das Lachen verschwindet und weicht einem traurigen Gesichtsausdruck*
Ja... nein. Er hat mich gefunden. Plötzlich stand er in der Bibliothek, bei meiner ersten Nachtschicht. Er suchte nach alten ägyptischen Handschriften, in denen es um die Einbalsamierung eines alten Pharaos ging. In den Aufzeichnungen der Mediziner hieß es, dass sie dem Pharao die Brust öffneten und seine Seele entnahmen. Doch Ronan war der Auffassung, dass es nicht die Seele war die sie entfernten, sondern das Herz.
Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man endlich mit jemandem über seine Leidenschaft philosophieren und diskutieren kann. Wenn man verstanden und nicht schräg angesehen wird. Ich fühlte mich augenblicklich angekommen bei ihm...
Dabei hatte ich bis dahin nie wirklich etwas mit Männern zu tun... das Studium frisst viel Zeit.

Klingt nach Liebe auf den ersten Blick?
Nein, nein. Das war es nicht. Es war auf einer ganz anderen Ebene. Auch wenn man nicht verleugnen kann, dass Ronan wirklich gut aussah... doch mittlerweile weiß ich, dass diese Gefühle nicht echt waren. Zumindest nicht für ihn. Er hat in mir etwas angestoßen. Er hat mich zum nachdenken gebracht und er verstand mich.... zumindest wollte ich das glauben.
Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob er das nicht alles nur in meinen Kopf gepflanzt hat um seine Ziele zu erreichen...
Nein. Ronan war kein Flirt und auch kein Märchenprinz, in den ich mich im ersten Moment verliebt habe. Er war einfach nur interessant und er liebte die Ägyptologie ebenso wie ich.
Seit er nicht mehr da ist fühle ich mich leer, als würde ein Stück von mir fehlen. Doch an diesem Gefühl ist nichts romantisches, es ist existenziell...

Was ist geschehen?
Es war am dritten Abend. Wir waren verabredet und hatten einen wunderschönen Abend in einem indischen Restaurant. Bei einem Spaziergang abends am Pier hat er mich geküsst, doch als ich am nächsten Morgen aufwachte, fand ich heraus das er mich am Pier hatte sitzen lassen und das eine junge Frau mich gefunden hatte.
Ich stellte Nachforschungen über ihn an. Ronan hatte mir erzählt, er wäre Austauschstudent aus Oxford und für seine Studien nach Dublin gekommen. Doch weder an unserer Uni, noch in Oxford war ein Student mit diesem Namen bekannt.
Als ich ihn am Abend darauf ansprach verschwammen meine Erinnerungen plötzlich. Er hatte mich nicht am Pier sitzen lassen, er hatte mich nach Hause gebracht.
Ich gab ihm eine Chance sich zu erklären und wir verabredeten uns erneut. In seiner Villa [sein Vater war ein guter Geschäftsmann, laut seiner Geschichte] wollte er mir dann alles erklären...
Als wir bei ihm waren offenbarte er mir plötzlich sein wahres Ich.
Er war ein Vampir... und machte mich zu seinesgleichen.

Noch am selben Abend wurden wir beide gepflockt.
Nein, das tötet einen Vampir nicht, es lähmt ihn nur...
Man brachte uns in einen Club, wo der Prinz der Stadt sein Urteil über uns fällen sollte. Ronan hatte etliche Regeln gebrochen und ich erfuhr, dass er für den Sabbat arbeitete, eine Sekte innerhalb der Vampirwelt, die die Menschen versklaven wollen und die Maskerade nicht respektieren.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich war ihm in die Falle gegangen, alles war nur ein Spiel. Zumindest deutete alles darauf hin.
Er wurde enthauptet... vor meinen Augen und man nahm mir jegliche Chance noch einmal mit ihm zu sprechen. Auch ich sollte enthauptet werden, doch Edward - mein Vermieter und ebenfalls ein Vampir - ergriff das Wort für mich und nun ist er als mein Schützer auserkoren worden.
Sagen wir wie es ist: Er hat mich am Hals...

Nun bin ich seit zwei Tagen ein Kind der Nacht. So viele Fragen brennen auf meiner Zunge, so viele Vampire, die sie mir nicht beantworten können. Denn die Wahrheit kennt nur einer: Ronan. Und der liegt als Aschehaufen verbrannt in einem Club... vermutlich hat ihn eine besonnenen Putzfrau mittlerweile entsorgt.
*ihr Blick schweift ab*
Wenn ich noch weinen könnte, dann würde ich es jetzt vermutlich tun. Doch auch wenn mir die menschlichen Emotionen immer fremder werden, so weiß ich eins: Ich werde herausfinden, warum Ronan mir das angetan hat und was er wollte. Für mich und für ihn werde ich dieses neue Leben nutzen.

* * * * *
Fortsetzung folgt... bestimmt. ;-)

* * * * *
Ich hoffe, dieser kleine Einblick hat euch gefallen. In Zukunft wird es sicher öfter so eine Art des Einblicks in meine Pen&Paper-Runden geben.
Lasst mir gern eure Meinung da. ♥

Liebste Grüße
Jacky ♥

Bildquelle: *klick*

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