Freitag, 26. Februar 2016

Thema #1 Lieblingsgenre ~ Krimis, Thriller und Psychothriller


Hallo meine Lieben ♥

Mit der "Themen"-Reihe möchte ich mit euch gern über Genre, Autoren und verschiedene andere Themen sprechen, die mich interessieren. Das können auch ab und an mal buchferne Themen sein. :-)
Natürlich dürfen auch hier gern Diskussionen entstehen. 
Ich freue mich darauf! :-)

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Im ersten Teil widme ich mich meinem Lieblingsgenre. 
Erzähle euch wie ich dazu gekommen bin und was mich daran fasziniert. Stelle euch ein paar Titel vor und versuche euch auch den Unterschied zwischen den Subgenres zu verdeutlichen. 

Freue mich immer über Buchtipps und eure Meinung zum Thema :-) 

Krimi, Thriller und Psychothriller - wo genau ist da eigentlich der Unterschied?

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Grenzen da sehr fließend sind. Vieles überschneidet sich, mischt sich, sodass nicht immer klare Linien gezogen werden können. 
Ich richte mich daher nach Definitionen aus dem Internet. :-) 

Kriminalroman, kurz Krimi: meist steht ein Verbrechen im Vordergrund, dass durch die Polizei, Ermittler, Detektive oder auch Privatpersonen aufgeklärt werden soll. 

Thriller: abgeleitet vom Englischen "thrill" für Schauer, Erregung; die Spannung hält dauerhaft an und es gibt einen ständigen Wechsel zwischen Anspannung und Erleichterung. Meist geht es um moralische, seelische und physische Gewalt durch einen Gegenspieler. 
Die Grenzen sind sehr schwammig. 

Psychothriller: ähnlich wie der Thriller, allerdings liegt der Schwerpunkt hier auf der menschlichen Psyche. Der Leser wird in die Tiefen und Möglichkeiten (meist im negativen Sinne) des menschlichen Geistes entführt.


Wie bin ich dazu gekommen dieses Genre zu lesen?

Mit circa 14 Jahren muss das gewesen sein. Damals bin ich - leider weiß ich nicht mehr wie und wo - auf das Buch "Vergiss mein nicht" von Karin Slaughter aufmerksam geworden. 
Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen. 

Klappentext:
Heartsdale, Georgia. Auf dem Parkplatz der Rollschuhbahn droht die 13-jährige Jenny, den drei Jahre älteren Mark zu erschießen. Behutsam versucht Polizeichef Tolliver die Situation zu entschärfen. Doch dann kommt es zum entsetzlichen Showdown: Tolliver muss Jennys Leben opfern, um Marks Hinrichtung zu vermeiden. Aber es kommt noch schlimmer. Als Sara Linton die Leiche des Mädchens obduziert, macht sie eine schockierende Entdeckung.

Mir war nicht klar, dass dies der zweite Teil ihrer Sara-Linton-Reihe war. Aber das hat beim Lesen auch überhaupt keinen Unterschied gemacht. Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Hatte Beklemmungen beim Lesen, habe mitgefiebert, mich aufgeregt und geärgert, gerätselt und gestaunt. Ich mochte dieses Wechselbad der Gefühle und das Mitfiebern. 
Danach habe ich mir dann immer den neuesten Sara-Linton-Band gekauft (aber bis heute bei Weitem noch nicht alle gelesen - leider). Ich stelle euch Karin Slaughter und ihre Werke noch in einem separaten Beitrag vor. 
Ich las Bücher von Cody McFadyen und stieß dann durch Zufall beim Stöbern irgendwann auf "Trigger" von Wulf Dorn

Klappentext:
Der Fall einer misshandelten Patientin wird für die Psychiaterin Ellen Roth zum Alptraum: Die Frau behauptet, vom Schwarzen Mann verfolgt zu werden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos. Bei ihren Nachforschungen wird auch Ellen zum Ziel des Unbekannten. Er zwingt sie zu einer makaberen Schnitzeljagd um ihr Leben und um das ihrer Patientin. Für Ellen beginnt ein verzweifelter Kampf, bei dem sie niemandem mehr trauen kann. Immer tiefer gerät die Psychiaterin in ein Labyrinth aus Angst, Gewalt und Paranoia. Und das Ultimatum läuft…
Ein nervenzerrender Psychothriller, der seine Leser schonungslos in die Abgründe der menschlichen Psyche zieht.

Mein erster Psychothriller und damit auch mein erster Rausch. 
Dieses Buch hat mich wirklich "weggeflasht" (wenn ich das mal so sagen darf) und ich habe diese psychischen Spielchen, die sich im Kopf abspielten und dieses Abtauchen in menschliche, seelische Abgründe sehr geliebt. 
Für mich persönlich sind die Psychothriller von Wulf Dorn bis heute der Inbegriff des Genres (auch ihn stelle ich euch bald separat vor). An dieser Stelle möchte ich mal betonen, dass ich absolut kein Experte in diesem Genre bin. Ich habe lange Zeit kaum Bücher aus dem Bereich gelesen und daher ist mein Spektrum an mir bekannten Autoren und Titeln auch wirklich arg begrenzt. :-) 

Leider habe ich mein Lieblingsgenre dann ganz schnell für lange Zeit aus den Augen verloren und bin schon lange nicht mehr auf dem Laufenden. 
Während meiner Ausbildung zur Buchhändlerin fing ich an fast ausschließlich nur noch Jugendbücher und Romantasy zu lesen. Bis heute weiß ich nicht wieso. 
Aber ich finde nun endlich zu meinem Lieblingsgenre zurück und habe es wirklich schwer vermisst, wie mir immer wieder auffällt. 

Vor kurzem habe ich zum Beispiel Arno Strobel mit seinen Psychothrillern für mich entdeckt oder auch Yrsa Sigurdardottir mit ihren "Mystery"-Thrillern. 
Ich wage mich wieder in dieses Genre und es macht gerade so viel Spaß neue Autoren zu entdecken.

Wenn ihr also einen absoluten Geheimtipp für mich habt, dann schreibt mir doch gern. :-) 

Was genau fasziniert mich an dem Genre?

Wie ich schon gesagt habe, faszinieren mich vor allem Psychothriller. Da man dort oft einen grausamen Blick in die Tiefen der menschlichen Psyche bekommt. Was macht Angst mit uns? Wie reagieren wir auf Verlust und Demütigung? Was kann eine "harmlose" Trennung in einem labilen Geist anrichten?
Was kann ein Wort, eine Handlung, eine Geste in unserem Kopf anrichten?
Psychische Erkrankungen sind in diesem Genre ja auch sehr oft Thema: Schizophrenie oder multiple Persönlichkeitsstörung (nein das ist nicht dasselbe ;) ) finde ich persönlich sehr interessant.

Natürlich ist das alles Fiktion, was sich die Autoren dieser Bücher ausdenken.
Aber bei vielen steckt auch sehr viel Wahrheit drin. Denn die Bücher von Wulf Dorn beispielsweise sind so authentisch, weil er weiß über was er da schreibt. Denn er hat selbst mal jahrelang in einer psychiatrischen Einrichtung gearbeitet.
Diese Mischung aus Fiktion und Wahrheit, gepaart mit einer spannenden und einnehmenden Geschichte machen es für mich so perfekt. Wenn ich danach ein bisschen Angst habe und erstaunt bin über die Fähigkeiten der menschlichen Psyche, dann haben die Autoren alles richtig gemacht.

Auch Mysterythriller oder Thriller im Allgemeinen lese ich gern.
Vor allem wenn ich mich gruseln kann, dann bin ich glücklich. Als Film kann ich mir sowas meist nicht ansehen, weil ich dann nächtelang nicht schlafen kann. Aber wenn die Bilder von Geistern und Spuk in meinem Kopf von ganz allein entstehen, dann ist das zwar auch schlimm, aber ich kann danach noch einigermaßen gut schlafen ;)
Ich liebe sowas einfach. Es macht Spaß und ist gleichzeitig spannend. Man kann miträtseln was dort vor sich geht. Man kann versuchen herauszufinden wer der Täter ist und sich immer wieder auf falsche Fährten locken lassen.
Es ist großartig :)

Was mag ich an dem Genre gar nicht?

Ich lese keinen Horror - wobei ich dazu sagen muss, dass es da mit Sicherheit auch richtig gute Bücher gibt, die auch mir gefallen könnten.
Allerdings verbinde ich mit dem Wort (oder dem Genre) Horror immer sehr viel Blut, Gemetzel und unnötige, übertriebene Gewalt.
Sowas mag ich nämlich gar nicht. Das gibt es auch bei Thrillern sehr häufig, dass die Autoren mit übermäßig viel Blut und teilweise wirklich übertriebener Gewaltdarstellung provozieren wollen.
Gemetzel und Abschlachtungen von Menschen brauche ich nun wirklich nicht.

Wenn die Thriller mal blutig sind (das bleibt oft einfach nicht aus), dann finde ich das nicht schlimm. Das ist eben Teil des Genres. Hier geht es überwiegend um Mord und Totschlag.
Also muss auch oft Blut fließen. Wenn es zum Beispiel um Ritualmorde geht, dann sind die Leichen teils auch wirklich schlimm zugerichtet und die Beschreibungen sind dann nichts für Zartbesaitete.
Aber übertreiben muss man es trotzdem nicht.
Das ist dann auch mir zu viel :)

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Habt ihr auch ein Lieblingsgenre?
Was gefällt euch daran und was nicht?

Könnt ihr etwas mit Krimis und Co. anfangen? 
Habt ihr vielleicht einen absoluten Geheimtipp für mich?

Ich hoffe euch hat der Beitrag ein bisschen gefallen. Ich freue mich schon mich wieder mehr mit meinem Lieblingsgenre auseinanderzusetzen und wieder viele neue Geschichten und Autoren für mich zu entdecken. 

Euch einen schönen Start ins Wochenende, 
eure Jacky ♥

Kommentare:

  1. Hallo Jacky,
    einen interessanten beitrag hast du hier veröffnelitcht! Ich lese sehr gerne Thriller und Krimis und Karin Slaughter war auch eine meiner ersten Liebelingsautorinnen des Genres. Ich habe aber mit "Belladonna" angefangen ;) Obwohl ich eigentlich schon mit 13 Jahren Agathe Christie Krimis gelesen habe =) Da wurde wohl schon der Grundstein gelegt! Tess Gerritsen lese ich auch sehr gerne und bei den männlichen Autoren habe ich Andreas Gruber entdeckt! Wiebke Lorentz mag ich auch sehr. Hast du schon Bücher dieser Autoren gelesen? Eahrscheinlich. Wenn nicht, dann würde ich sie dir auf jeden Fall empfehlen.
    Liebe Grüße
    Martina
    http://martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

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    1. Hallo Martina ♥
      Dankeschön.
      Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch nie etwas von Agatha Christie gelesen habe. Das muss ich dringend noch nachholen.
      Auch von Tess Gerritsen und Andreas Gruber habe ich noch nichts gelesen. Also ganz lieben Dank für den Tipp. :)

      "Belladonna" fand ich auch klasse :)
      Danke dir für deinen Besuch.
      Liebe Grüße
      Jacky ♥

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Hallo :)
Schön, dass du vorbeischaust. Lass mir doch gern deine Meinung da.
Liebe Grüße
Jacky ♥