Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension #14 ~ "Hotline" von Jutta Maria Herrmann

"Hotline" von Jutta Maria Herrmann

Taschenbuch | 336 Seiten
Droemer Knaur Verlag
Original aus dem Deutschen
Erschien im November 2014

ISBN 978-3-426-51456-6
9,99€ [D] | 10,30€ [A]

Interessante Links:
Das Buch auf der Verlagsseite
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Chris, Rick, Konrad und Paula leben gemeinsam in einer WG in Berlin. 
Sie führen gemeinsam das Projekt der "Beicht-Hotline", eine Art Telefonseelsorge. Die Menschen können bei ihnen jeglichen Ballast abladen oder anrufen, wenn sie einfach jemanden zum reden brauchen. 
Oberstes Gebot der Beicht-Hotline: Niemals die Polizei einschalten!
Doch als Rick von einer Frau angerufen wird, die droht ein Baby lebendig zu begraben, kann er nicht tatenlos zusehen.
Als die Polizei ihm nicht helfen kann, da noch nichts passiert ist, macht er sich selbst auf die Suche. 
Schon bald meldet sich die verrückte Frau erneut und prophezeit: "Jemand von euch hat Schuld auf sich geladen und dafür müsst ihr alle büßen!" 

Mit "Hotline" ist Jutta Maria Herrmann ein spannender, kurzweiliger Psychothriller gelungen.
Obwohl der Beginn noch etwas holprig und zäh daher kommt, so wird man dafür ab der Mitte des Buches vollständig entschädigt. Dann passiert alles Schlag auf Schlag und die Spannung hält sich bis zum Schluss.
Die WG ist ein interessanter Zusammenschluss aus unterschiedlichen Charakteren. Alle haben - neben der Haupthandlung - auch noch ihr eigenes Päckchen zu tragen. Allerdings war mir persönlich das etwas zu viel "negative Vergangenheit" auf einmal. Denn es fehlte schlicht die Zeit und der Raum um sich mit allen Figuren und deren Hintergründen gleichermaßen zu befassen, vieles wurde nur angerissen und nicht weiter erklärt. Dadurch wirkten die Figuren auf mich teils etwas konturenlos und blass. 
Rick, den wir die meiste Zeit begleiten, war mir am sympathischsten und von ihm hat sich auch ein relativ deutliches Bild abgezeichnet. 
Die Handlung an sich wirkte auf mich durchdacht und auch durchaus realistisch. So schlimm das wirken mag, aber so abwegig fand ich die Auflösung nicht. Könnte mir gut vorstellen, dass sowas tatsächlich passieren kann. 

Der Schreibstil ist einfach, schnell und flüssig zu lesen. Es gibt immer mal wieder einen Perspektivwechsel in die Du-Form, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Dadurch war man noch involvierter in das ganze Geschehen. 
Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die vor allem gegen Ende die Spannung hoch gehalten haben. 

Alles in allem ein Psychothriller, der mich trotz leichter Startschwierigkeiten überzeugen konnte. 
Wenn auch die Figuren teils etwas blass blieben, so besteht trotzdem eine Verbindung zwischen ihnen und der Geschichte, die auch ohne weitere Hintergründe realistisch und authentisch bleibt. 
Ab der Mitte des Buches ließ mich die Geschichte nicht mehr los. 
Eine klare Empfehlung für kurzweilige, spannende Stunden. 

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Alles Liebe, eure Jacky ♥

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